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Scheune aus Bruchstein => welche Dämmung?

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  • Scheune aus Bruchstein => welche Dämmung?

    Hallo, vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen: ich bin Neubesitzer eines Wohnhauses mit angrenzender alter Scheune, die ausgebaut werden soll. Sie besteht zu 50prozent aus Bims-Mauersteinen (werden von innen gedämmt) und die anderen 50prozent sind alte Bruchsteinwände (mit einer Dicke von fast 60cm). Meine Frage zielt auf die grundsätzliche Dämmung ab: einer sagt komplett dämmen, der andere sagt gar nichts machen, der dritte sagt teilweise etc. In dem Ort sind andere Scheunen aus demselben Material auch schon umgebaut worden, zum großen Teil nur mit einer Dämmung im Aussenbereich des Bades oder im Windbereich (ca. 30prozent). Vielfach wurden auch alte Dämmungen entfernt, da die Wände feucht geworden sind und der Stein nicht atmenkonnte. Kann mir hier vielleicht jemand mit Erfahrungswerten helfen???

  • #2
    Hallo Laura. Das sind ja einige Probleme zu lösen.
    1. Innendämmung macht sehr oft Probleme und sollte nur verwendet werden, wenn von aussen wirklich keine Möglichkeit besteht, sonst immer weg damit dass die Wand wieder \"atmen\" kann.
    2. Eine Aussendämmung ist immer sinnvoll, auch schon deshalb weil dann die Aussenwände wieder ausschauen wie neu und eine homogene Fassade entsteht, die auch vor weiteren Witterungseinwirkungen schützt, da diese Wasserundurchlässig ist.( VWS Fassade mit Gitter und Kunstharzreibeputz ).
    Diese kann auch mit ein wenig Geschick selber gemacht werden. Wichtig ist allerdings das die Styrophorplatten wirklich an den Wänden gut befestigt und genau ausgerichtet werden und das es erlaubt ist. ( Denkmalschutz ).
    3. Normalerweise stehen alte Bauwerke mehr oder minder auf der grünen Wiese. Das heißt einmal zu prüfen ob nicht Bodenfeuchtigkeit von unten in die Wände aufsteigt.
    In dem Fall wäre einmal abzuklären ob eine nachträglichen Wandisolation ( wird entweder mit einer Maschine knapp über den Boden eingetrieben oder die Wand wird aufgefräst und ein Isolator wird eingelegt ) nicht auch notwendig wäre. Bei sehr dicken Wänden wird das meistens von innen und aussen durchgeführt. Das ist natürlich auch eine Sache der finanziellen Möglichkeiten und wieweit die Scheune als Wohnraum genutzt werden soll. Diesen Punkt würde ich mir BEVOR mit arbeiten begonnen werden überlegen und anschauen lassen.

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    • #3
      @Karl: vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort! Vor dem Selbermachen scheue ich mich überhaupt nicht, das Haupthaus ist schon ausgebaut! Aber: das Problem ist einfach, dass ich mich dagegegen wehre ein "bestehendes und funktionierendes System" (sprich die Bruchsteinscheune) zu verändern. Das ganze Ding soll als Wohnraum ausgebaut werden und es ist wirklich teuer. Ich will jetzt nicht am Wichtigsten sparen (Dach etc.), aber wenn es nicht unbedingt nötig ist... Was wir auch schon angedacht haben, ist nur "teilweise" zu von aussen zu dämmen und zwar (laienhaft ausgedrückt): Paneel-/Bretter-Verkleidung in den Feuchtbereichen von aussen, da Dämm-Material rein und genug Luft aus Zirkulationsgründen rein. Auch witzig ist, dass viele Einwohner des Dorfes ähnliche "Bauwerke" haben und meistens sogar mit ein bis zwei Kanonenöfen ohne Heizung auskommen (ob der Dicke der Wände). Das mit der "Fassadendämmung" ist uns auch geraten worden, wenigstens einmal nachzuschauen...kommt auch bald jemand mit dem Bagger!

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      • #4
        Ja Laura, wenn die Fassade sonst in Ordnung ist spricht nichts dagegen auch nur wenig zu machen. Das habe ich aus deiner ersten Anfrage nicht ableiten können. Nur solltes du aufpassen dass bei einer sogenannten "Hinterlüfteten Verkleidung" die geplant ist, wirklich Luft zirkuliert. Sollte das nicht der Fall sein, verschlechtert sich der Zustand der Wand und alles war umsonst. Auch sollte sich im Zeischenraum nichts einnistet können( Mäuse, Wespen usw. ) ein guter Trick ist unten und oben bei den Luftein- und austritten Rostfreies Fliegengitter versteckt zu montieren, das hält alles ab. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es auch eventuell gar nicht notwendig ist zu Dämmen, da bei 60 cm starken und stabilen Wänden auch schon eine gute Wärmeisolation gegeben ist. Ich habe das zuerst auch geraten, denn damit hätte man, wenn notwendig auch gleich die Fassade renoviert. Anscheinend reicht eventuell ein Feuchtigkeitssperrender Verputz wenn der Altbestand das zulässt und die Wände würden dann von aussen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen und optisch würde das Gebäude dann gleich bleiben. Denn nur trockene Wände Isolieren auch gut. Gutes gelingen.

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