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Innendämmung Altbau

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  • Innendämmung Altbau

    Wir wohnen im Erdgeschoss eines 3-Familien-Altbaues. Durch die schlechte Wärmedämmung verlieren wir u.a. Heizenergie durch die Decke. Ich überlege die Decke bei uns mit Styropor Platten (3 cm) von innen zu dämmen. Wie sieht es mit eventl. Schimmelbildung aus ?

  • #2
    Sie schreiben, dass Sie im Erdgeschoss eines 3-Familien-Altbaus wohnen. Ist die Wohnung über Ihnen unbewohnt, wird also dort nicht geheizt? Nur dann bringt es nämlich was, die Decke zu dämmen. Ansonsten geht die Energie eher durch die Außenwände, Fenster, Türen oder den (unbeheiztenß) Keller unter Ihnen flöten.

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    • #3
      Jeder Feuerwehrmann würde dir dringend von solchen Dämmmethoden abraten, denn im Falle eines Feuers hast du in so einem Raum keine Überlebenschance wegen den giftigen Gasen die sofort entstehen wenn Styrophor brennt. Von den brennenden Tropfen die von der Decke herabkommen, gar nicht zu reden. Ich habe auch meine Bedenken ob im Schadensfalle die Versicherung nicht von grober Fahrlässigkeit sprechen kann, da du eine hohe, leicht entzündliche Brandlast, die dann auch hochgiftig ist einschleppst. Innendämmung ist fast immer ein Murks, da haben sich schon viele getäuscht und draufgezahlt, da hinter den Platten die Wand nicht mehr atmen kann und somit durch die Taupunktverschiebung auch massiver Schimmel entstehen könnte. Ausserdem ziehen die Aussenwände ebenfalls die Wärme nicht nur nach aussen sondern auch nach oben ab. Es ist nunmal so das punkto Energieeinsparen nicht alles möglich und sinnvoll ist. Das was du dir hier an Geld einsparst (wenn überhaupt) liegt sicher in keiner Relation zu der Gefahr die dadurch entsteht. Mein Onkel hat einmal hinter den Heizkörpern eine Heizkörperfolie montiert. Den eingefangenen Schimmel hat er nach 6 Jahren noch immer nicht endgültig weggebracht.

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      • #4
        Klar ist, dass es bei der Innendämmung einiges zu beachten gibt. Es stimmt aber nicht, dass Innendämmung generell schlecht ist und dass sie automatisch Schimmel hervorruft. Es gibt genügend Beispiele, bei denen eine Innendämmung zu keinen Schimmelschäden geführt hat. Und zum Thema Brandschutz und Styropor:
        Styropor wird nach DIN 4102 in die Baustoffklasse B1, schwer entflammbar, eingestuft. Die Brandgase, insbesondere die CO/CO2-Konzentrationen, sind bei Styropor wesentlich geringer als in vergleichsweise untersuchten natürlichen organischen Baustoffen wie Holz, Holzfaserplatten oder Kork.

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        • #5
          Im ersten Abschnitt seines Beitrags gebe ich Michael recht, im zweiten hingegen muss ich ein wenig widersprechen.
          Es ist richtig dass nach DIN4102 PS-Schaum der Baustoffklasse B1 (schwerentflammbar) zugeordnet wird. Allerdings ist dafür ein BESONDERER NACHWEIS erforderlich (http://brandlast.de/din4102.html)! PS-Schäume (PS=Polystrol bzw. Polystyren) gibt es nämlich in etlichen Varianten.
          Es ist auch richtig das der Kohlenmonoxidgehalt in den Brandgasen von Styropor geringer ist als in den von Michael genannten Baustoffen wie Holz(faserplatten) o.Kork. Allerdings auch hier, bei der Verbrennung entsteht bei Styropor nicht nur CO sondern auch Monostyrol (Styrol) und Bromwasserstoff. Hier die Gefahrstoffinformation für Monostyrol:
          http://www.gischem.de/e5_prod/artort...Objekt_OID=263
          hier für Bromwasserstoff:
          http://encyclopedia.airliquide.com/sds/de/068_AL_DE.pdf
          Ansonsten zünde einfach mal ein kleines Stück herkömmliches Styropor (das mit den kleinen weißen Kügelchen) in einem geschlossenen Raum an und stelle Dir dann vor das ein ganzer Raum mit diesem Zeug brennt.
          Gruß Jörg

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          • #6
            Lieber Michael, ich habe auch NICHT behauptet, dass Innendämmung GENERELL SCHLECHT ist. Ich bin nur der Meinung, dass einfaches, unfachmännisches draufpappen von irgendwelchen Isolierstoffen auf irgenwelche (Innen)Wände zu Problemen führen KANN, wobei auch Schimmelbildung möglich ist wenn man sich nicht auskennt. Ich frage mich oft, warum es Techniker gibt, die sich mit solchen Dingen jahrelang beschäftigen wenn es eh so einfach sein soll.
            Egal was wo steht, schau einmal wie Styrophor brennt erstens schneller wie Holz (Feuerzeugprobe) und wie Jörg richtig schreibt mit einem schwarzem Qualm der extrem giftig ist. Frag einmal jemanden von der Feuerwehr der kann dir das sicher bestätigen. CO/CO2 ist nicht alles.

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            • #7
              Alles schön und gut. Wir wissen jetzt alle, wie schlecht Styropor ist. Ein Wunder, dass es überhaupt noch verkauft werden darf. Nun fehlen aber noch bezahlbare Alternativvorschläge unserer Experten.

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              • #8
                Ich denke dass hier niemand etwas schlecht machen wollte, es wurde lediglich auf die Gefahren im FALLE eines Brandes in Verbindung mit oben besagtem Polystyrol (Styropor ist nur der Handelsname) hingewiesen. Hier kann und wird niemand jemanden daran hindern PS-Platten zu verarbeiten. Dem aufmerksamen Leser wird jedoch nicht entgangen sein das es auch schwer entflammbare Polystyrolplatten gibt, diese jedoch als solche gekennzeichnet sein müssen.
                Als nächstes sei gesagt das es sich hier um ein Heimwerker- und nicht um ein Expertenforum handelt. Wer in diesen Beiträgen zwischen den Zeilen liest, merkt diesem Thema sehr schnell die Brisanz an. Von Schrott über Murks bis machbar ist alles vertreten.
                Man bedenke aber das es Häuser gibt bei denen eine Innendämmung unumgänglich ist, z.B. Fachwerkhäuser (Denkmalschutz oder andere Gründe). Einfach mal bei www.fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com unter Suche „Innendämmung“ eingeben. Bei richtiger und vor allem fachgerechter Montage funktioniert das auch, hat bloß einen Nachteil, es kostet (Das eine was man will, das andere was man muss).
                Dämmung ist heutzutage keine 0815-Sache mehr, das ist z.T. komplexe Bauphysik (Taupunktberechnung usw.) und von daher sind da, vor allem wenn es dann ordentlich gemacht werden soll, Fachleute die einen beraten gefragt! Ansonsten Finger weg.
                In diesem Zusammenhang verweise ich immer wieder gerne (aus eigener guter Erfahrung) auf (vom Staat geförderte) Energieberater: http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/ . Ein Beratungsgespräch kostet(e) um die 5,-€, ein Besuch zu Hause um die 40,-, ein kleiner Obolus der sich später aber auszahlt.
                Wer jetzt dennoch an dafür geeignete Materialien interessiert ist der schaut hier (hatte ich vier Beiträge weiter unten schon zum Besten gegeben):
                "Planarock" der dt.Rockwool (wenn verspachtelt werden keine Fasern mehr an die Umgebung abgegeben):
                http://www.rockwool.de/sw30150.asp
                ODER als Alternative "Tektalanplatten" von Knauf zur Dämmung der Garagendecke und den Außenwänden von Innen: http://www.knaufinsulation.de/de/pro...ew/tektalan-a2 .
                Gruß Jörg

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