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Fenster verkleinern bei einem Altbau

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  • Fenster verkleinern bei einem Altbau

    Ich muß in einem Altbau die vorhandenen Fenster (165 x 260 cm) herausnehmen da sie alt, verwittert,z.T.keinen festen Rahmen mehr haben und die kleinen Glasscheiben fast alle zerstört wurden, herausnehmen. Zur Verfügung stehen mir neue Kunststofffenster die aber nur 0,80 x 200 groß sind. Der Rest muß zugemauert werden. Auf was muß ich alles achten?

  • #2
    Hallo Ingrid - bist Du darüber im Klaren, dass die neuen Fenster Dir 50 % des Lichteinfalls wegnehmen werden? Ist das erwünscht?
    Wäre es nicht besser, in die alten Fensterlaibungen passende Fenster einzusetzen? Kostet sicherlich viel Geld, da Maßanfertigung - ist dann aber was fürs Leben. Wenn Du partout die vorhandenen kleinen Fenster einsetzen willst, solltest Du mit denselben Steinen beimauern, die für das vorhandene Bauwerk verwendet wurden. Bei einem Altbau werden das wahrscheinlich Ziegelsteine sein. Wenn seitlich beigemauert und von unten hochgemauert werden soll, so schafft das jeder Maurerlehrling.
    Soll jedoch die obere Öffnung über den neuen Fenstern zugemauert werden, muß entweder ein Betonsturz im vorhandenen Mauerwerk vermörtelt werden, ehe Du darauf dann die Mauersteine mauerst. O d e r es muß eine Holzbohle auf Stützen vorübergehend eingebaut werden, auf der dann aufgemauert wird. Hat der Mörtel abgebunden, kann die Bohle entfernt werden. Ich nehme an, dass Du keine Bauarbeiterin bist.
    Du brauchst also einen Fachmann, also einen gerade arbeitslosen Maurer.

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    • #3
      Schön und gut, lieber Daniel. Aber dürfen die Fenster so ohne weiteres verkleinert werden - und dann gleich um mehr als die Hälfte? Da hat das Bauamt auch ein Wort mitzureden - vorsichtshalber anfragen, ob das ohne Baugenehmigung überhaupt geht. Wenn der Altbau in einem geschlossenen Altbau-Ensemble steht, wird diese Umgestaltung kaum erlaubt werden. Irgndwo auf dem platten Land wird man das sicherlich weniger streng sehen.

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      • #4
        Hilfe, bloß nicht auf Meister Daniel hören. Mörtel ist doch kein Superkleber. Mit ihm lassen sich keine Mauersteine oben an die Fensteröffnung mauern, auch nicht wenn sie dazu erst einmal eine Holzbohle zur Abstützung montieren. Keine Ahnung, wie Daniel auf solch eine Idee kommt. Das mit dem Betonsturz einbauen hört sich schon besser an.

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        • #5
          Die Fensterstürze und der Sturz über dem Eingang des von mir bewohnten Altbaus von 1904 besteht aus senkrecht (mit leichter Wölbung) eingemauerten Ziegelsteinen. 1904 kannte man keine \\\"Kleber\\\", man nannte das Mörtel oder in meiner Gegend Speiss. Und siehe da - seit hundert Jahre ist noch kein Stein herausgefallen. Von diesen Fensterstürzen sieht man zehntausende am Niederrhein und in Westfalen, auch an einfachen Mietshäusern.
          Katharina kommt wahrscheinlich aus Rußland und ist eine
          Nachfahrin der \\\"Großen\\\"; in Rußland baute man bevorzugt Holzstamm auf Holzstamm.

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          • #6
            Daniel, da hast Du etwas Richtiges gesagt "mit kleiner Wölbung". Das ist nämlich der Grund, warum die Steine halten und nicht der Mörtel. Den kann man nicht auf Zug belasten. Beton und Mörtel übertragen lediglich Druckkräfte, weshalb bei Betonbauten eben auch Stahl als Bewehrung zum Einsatz kommt. Durch die leichte Wölbung werden die aus dem Gewicht der Steine resultierenden Kräfte rechts und links der Fensteröffnung abgeleitet. Dazu müssen sie natürlich auch rechts und links aufliegen. Der Fachmann spricht in diesem Fall von Bogenwirkung. In einem Bogen treten nur Druckkräfte aus. Theoretisch müssten die Steine daher sogar ohne Mörtel halten.

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            • #7
              Also ich komme aus Bayern und weiß nicht so genau, wie es am Niederrhein und in Westfalen aussieht. Ich denke nicht, dass dort darauf verzichtet wird, die Wände zu verputzen oder eben zu verklinkern. Und bei Klinkern ist es in der Tat kein Problem, diese senkrecht an den Fenstersturz zu mörteln. Sie sind ja auch nicht so schwer und müssen auch sonst keine Kräfte aufnehmen.

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