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Schlafzimmer - Wand/Decken und Schornsteinisolierung ?

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  • Schlafzimmer - Wand/Decken und Schornsteinisolierung ?

    Guten Morgen ! Das Schlafzimmer (Altbau) wird erneuert und damit sollen diverse störende Geräuschquellen gelindert werden. Eine Wand und ein Schornstein soll gegen Sprechschall isoliert und dann vertäfelt werden. Die Decke soll gegen Tritt und Sprechschall isoliert und ebenfalls vertäfelt werden. In der Etage drüber liegt schlecht isoliertes Pakett und der Eigentümer läßt nicht mit sich reden. Ich habe zwar schon einiges gelesen bin mir aber bei der Wahl der Materialien (gibt so viele)noch nicht sicher.
    Meine Frage : Wer hat durch praktische Erfahrungen mit bestimmten Materialien gute Erfahrungen gemacht ? Sollte man bei der Decke eventuell zwei verschiedene Materialien zur Dämmung nehmen (welche Kombination wäre sinnvoll) ? Der Schornstein wird nicht mehr benutzt. Welches Material kann im Schornstein die Schallbrücke am besten stoppen ?
    Welches Material in welcher Stärke ist am besten geeignet auch die Lattung auf der Wand zu isolieren ?
    Danke für Eure Hilfe !!!!

  • #2
    Im Bereich des Schallschutzes wird viel Unfung und viel Humbug verbreitet. Ihnen müssen 2 Sachen klar sein: 1. Lärm kann man nur an der Lärmquelle bekämpfen. Es geht also nicht, Trittschall aus der obenliegenden Wohnung in Ihrer Wohnung zu beseitigen. Sobald sich der Schall über Decke, Schornstein und Wände ausgebreitet hat, ist er nicht mehr durch einfache Maßnahmen zu stoppen. 2. Schall läßt sich nicht durch Styroporplatten, Steinwolle oder sonstiges leichtes Gewebe stoppen. Lärm ist eine starke Energieform, die sich nur durch Masse (Mauern, Wände, aus Beton, Stein etc) in andere Energieformen (hier: geringe Wärme) umwandeln läßt. Lärm kann man nicht beseitigen und Lärm läßt sich nur schwer umlenken. Lesen Sie dazu am besten die Beiträge "entkoppelte Wände" hier in der Infothek. Dort werden Sie erkennen, daß Sie mit der Täfelung etwas richtiges wollen und etwas falschen tun: Sie wollen Masse dem Lärm entgegensetzen. Und Sie wollen zur Dämmung wahrscheinlich eine fälschlicherweise massearme (Wärme-)Dämmung zwischen die Lattung packen. Ferner müssen Sie die Täfelung irgendwie befestigen. Sobald Sie hierzu Dübel und Schrauben in die Wände/Decken benutzen, wird Ihr ganzes Konzept ad absurdum geführt: Sie stellen "Lärmbrücken" zu einer gesachlossenen neuen Obefläche her, mit dem Effekt, daß es funktionert wie eine Trommel und die ganze Oberfläche den Lärm weitergibt. Dies ist sicher nicht der richtige Weg! Erzählen Sie uns doch einfach, wie Sie sich die Schalldämmung genauer vorstellen, und wir werden mit Ihnen einen gangbaren Weg suchen. Hören Sie aber bitte nicht auf Meinungen, die Ihnen sagen, etwas Glaswolle wäre ausreichend. Gerne dürfen Sie sich auch an einen Kollegen (Architekten) wenden, der im Schallschutz aufgrund seiner Berfserfahrung Ihnen sicher helfen kann.

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    • #3
      Hallo Martin , danke erst mal für Ihre Ausführungen. Natürlich sind mir viele Ihrer Bedenken bekannt. Das ist auch der Grund , warum ich nach praktischen Erfahrungen gefragt habe.
      Das ich die Lärmkulisse nicht vollständig unterdrücken kann ist mir schon klar. Deshalb habe ich auch von ablindern gesprochen. Die Vertäfelung sollte eigentlich nur dekorative Zwecke erfüllen.Welche Maßnahmen würden Sie empfehlen um die umliegenden Geräusche (Tritt und Sprechschall) abzudämmen bzw. abzuschwächen. Wie würden Sie die Probleme angehen ? Danke !!

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      • #4
        Liebe Sabine, ich weiß leider immer noch viel zu wenig, um Ihnen genauere Informationen liefern zu können. So kann ich sie nur bitten etwas Zeit zu investieren, hier im Forum nach dem Begriff "Schall" und "Lärm" zu suchen (benutzen Sie dazu die "Such"-Funktion Ihrer Browsers) und in der Infothek die Anleitungen zum Schallschutz, bzw den älteren, allgemein-informativen Antworten (die teils von mir verfaßt sind) zu stöbern. BEsonders der Beitrag über die Schallentkoppelung von Wänden und Decken (nicht von mir) ist hervorragend recherchiert und beschrieben und dürfte einige Ihrer Fragen bereits beantworten.

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        • #5
          Hallo Martin , ich habe die Informationen mal durchgesehen.
          Zwei Fragen konnten nicht beantwortet werden. Ist es sinnvoll den nicht mehr benutzten Schornstein von innen mit Materiel zu füllen ? Womit ?
          Meine Decke (Altbau) besteht aus Strohgeflecht , ich gehe davon aus , das Ihnen diese alten Decken bekannt sind. Sie soll ca.20 runtergezogen werden. Die Unterkonstruktion wird aus stabilen Balken bestehen die von Wand zu Wand gehen (Balken werden zur Wand hin Schallentkoppelt). Welches Material sollte ich zwischen den Decken einbringen um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen ? Leider war das nicht nachzulesen ! Gruß Sabine

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          • #6
            "Ist es sinnvoll den nicht mehr benutzten Schornstein von innen mit Materiel zu füllen ?": Können Sie denn den Schornstein füllen? Dürfen Sie es (Sind Sie einig mit dem Besitzer)? Sie können es füllen mit Sand oder ähnlichem, das ein hohes MAssegewicht hat und keine feste Konsistenz. ABER: hält das der Schornstein überhaupt aus? Ich wäre mir da nicht so sicher, ohne etwas gesehen zu haben! "Welches Material sollte ich zwischen den Decken einbringen um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen?" Das ist eigentlich fast unerheblich, Sie können zum BEispiel Isover-Dämmaterial verwenden, damit es keinen "Luftspalt" gibt. Wichtiger als die Füllung des Luftraumes ist die Schallentkopplung der abgehängten Decke und ein recht hohes Massegewicht!

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