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schwingender Fußboden

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  • schwingender Fußboden

    Ich habe eine spezielle Frage zum Schallschutz. Ich bewohne eine Wohnung, die in Form eines Reihenhauses Ende der 90er Jahre erbaut wurde. Die Wohnungen sind durch 20 cm-Betonwände ohne Schallfuge voneinander getrennt. Um Luftschall zu dämmen, habe ich vor dem Einzug in Wohn- und Schlafraum zu den Nachbarn hin Rigips-Wände mit dahinterliegendem Dämmmaterial anbauen lassen. Die Konstruktion wurde an der Decke und den rechten und linken Begrenzungswänden (eine Außenwand und eine Leichtbauinnenwand zum Versorgungsschacht/Küche) angebracht. Eine Verschraubung mit dem Fußboden erfolgte nicht, da ein Anbohren der Fußbodenheizung verhindert werden sollte. Die Isolierung gegen reinen Raumschall ist mäßig gut gelungen, allerdings werden Geräusche, die direkt an der Wand des Nachbarn entstehen, 1:1 übertragen.

    Als am schlimmsten empfinde ich allerdings die Trittschallübertragung. Der Fußboden zum Nachbarn ist offenbar als einteilige Betonplatte angelegt worden. Jeder hat eine eigene Fußbodenheizung und darüber Keramikfliesen. Leider lehnen die Nachbarn Rücksichtnahme ab und lassen ihre Kinder gern rennen und springen, so dass der Fußboden bei uns mitvibriert und entsprechend tieffrequenten Schall abgibt.

    Könnte eine schwerere Konstruktion als eine Rigipswand, z.B. Mauerwerk hier helfen oder wäre es möglich, in der Ecke zwischen Betonwand und Betonfußboden eine Fuge einzufräsen und mit flüssigem Dämm-Material o.ä. zu füllen, damit der Fußboden nicht mehr mitschwingt? Gibt es andere Möglichkeiten?

  • #2
    Die einfachste, aber nicht ganz billige, Variante wäre Dir selber Kinder zuzulegen. Ist das nicht möglich, dann feiere den nächsten Kindergeburtstag in Deiner Wohnung. Aber lade die Eltern der Nachbarkinder nicht mit ein, sonst würde der Selbstversuch nicht funktionieren.
    Alle anderen Möglichkeiten sind zeitaufwendig, teuer und nervig. Viel Glück!

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    • #3
      Ich befürchte, da kommen Sie ohne fachkundigen Rat vor Ort nicht aus. Den hätten Sie im idealfall schon vor Installation der Rigipswände einholen sollen. Wenden Sie sich an ein Ingeneurbüro fuer Schalltechnik oder ähnliches, anstatt weiter zu experimentieren. Das ist zwar auf den ersten Blick etwas aufwendiger, aber wenn dafuer eine Gangbare Lösung gefunden wird sicher das Geld wert. Vom Prinzip her ist das mit der schwerern Wand durchaus richtig, Masse dämmt immer auch Schall. Aber wichtig ist erst mal zu wissen, wo der Schall übertragen wird. Wichtig ist die beide n Gebäude oder auch zusätzlich eingebaute Maßnamen vom Rest zu entkoppeln. Meiner Meinung nach lieber einmal richtig, als nur verschiedene Sachen versuchen, die dann eh nichts bringen. Alles in allem ist es kein ganz leichtes, einen lauten Bau leise zu kriegen. Mit internetten Grüßen Wolf

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      • #4
        Danke Wolf, dass Du mir zustimmst.

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