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Innenwand-Verkleidung an feuchter Wand

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  • Innenwand-Verkleidung an feuchter Wand

    Hallo Heimwerker,
    Um sie zu begradigen und zu verschönen wollen wir eine leider immer noch feuchte Innenwand eines sehr alten Hauses (Restfeuchte/Sickerwasser - war mal Außenwand) aus Mischmauerwerk verkleiden. Natürlich wollen wir das weitere Austrocknen nicht behindern (also keine diffusionsdichte Abedeckung?), auch soll das Material nicht zu dick sein, da der Raum sehr klein und die Mauer sehr schief ist (fällt nach oben bis zu einer Höhe von 1,80 bis zu 7 cm zurück) und am liebsten hätten wir leicht zu verlegendes Material wie Platten oder Paneele.
    Kennt jemand ein dafür geeignetes Material? Auch die Endverkleidung ist uns fraglich - welcher Putz, welche Farbe?
    Wäre dankbar für Tips
    Irmgard

  • #2
    Oje!!! So einen Fall hatten wir schon mal hier: "es ist feucht, also mache ich Paneele dran, dann sehe ichs nicht" (steht hier gaanz unten im Forum)! NEIN! So geht das nicht! Klären Sie, woher das Wasser kommt, stellen sie das Feuchtwerden GRUNDLEGEND ab, legen Sie Ihre Wand trocken und wenn dann ein Jahr (!) nichts mehr feucht wurde, können Sie dran denken, die Wand zu verkleiden. Alles andere ist eine Brutstätte für Schimmel, Pilzbefall, Stock bis hin zu Hausschwamm (und dann wirds richtig teuer und das Haus ist sicher nicht mehr zu retten) und nicht nur gesundheitlich gefährlich. Bitte holen Sie sich einen Architekten, Maurermeister etc, der was von alten Häusern versteht (bitte, bitte keinen Heimwerker, ders nur gut meint!!) und lassen Sie sich VOR ORT beraten. Von hier aus kann ich nicht viel erkennen ;-)

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    • #3
      Fast richtig... Also die meisten Mittel zur Mauerwerkstrockenlegung halten alle nur ein paar Jahre. (lt. Angaben der Hersteller).Bei einem sehr altem Haus, gehe ich davon aus, dass nach rund 5-10 Jahren die Feuchtigkeit wieder da ist. Würde zwecks Diagnosemöglichkeit die Wand nicht verkleiden sondern nur putzen. Am besten mit einem Zementputz. Viel Erfolg.

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      • #4
        Trockenlegen kann man eine Wand, indem man den GRund der Feuchtigkeit beseitigt (Boden: Drainage; Wand und Decke: konstruktiv), dann den offensichtlich bereits defekten Putz abschlägt und mit Bautrocknern (also nicht chemisch) das Mauer- und Balkenwerk über Wochen langsam austrocknen läßt. Dieses "Verfahren" wende ich seit Jahrzehnten als Architekt bei bislang ca 40 Altbauten an und es hält nicht nur einige Jahre, sondern (vorausgesetzt der Grund des Feuchtigkeit ist abgestellt) ewig. Verputzen zum jetzigen Zeitpunkt ist das verkehrteste, was man empfehlen kann. Alle chemischen Mittel sind weder gesundheitlich akzeptabel, noch beseitigen sie das Problem (sondern kurieren nur die Symptome). Soviel zum "Hobbyheimwerker Martin". Ich lache noch immer!

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        • #5
          Hallo,
          vielen Dank erst einmal für Eure Antowrten. Eigentlich wollte ich mit Angabe des Grundes ("Sickerwasser") einer Diskussion um den Grund vorbeugen, denn dieser steht eindeutig fest. Es tut mir leid, wenn ich evtll. das falsche Wort verwendet habe. Es gibt kein Boden- und kein aufsteigendes Wasser mehr. Die Feuchtigkeit kam von einer vormals direkt über der Mauer befindlichen und defekten Regenrinne, das Regenwasser plätscherte munter auf den offenen Boden an der Wand.
          Der heutige Hof wurde drainiert, für die Mauer ist das aber unerheblich, da sie nicht mehr an den Hof grenzt und weder Regen- noch anderes Wasser kann weiter in sie dringen. Sie ist schon ziemlich, aber halt noch nicht völlig, trocken (nur noch gering feucht). Eine Seite(!) wollen wir verkleiden, die andere ist (und war) Teil eines Schuppens. Dort bleibt sie sowieso ohne jeden Putz oder sonstige Behandlung.
          Um jedoch jedes Risiko von Schimmelbildung auszuschließen haben wir uns nun doch entschieden, ein paar Zentimeter Platz für eine hinterlüftete Holzwand 'abzugeben'.
          Danke trotzdem nochmal für Euer Engagement.
          Irmgard

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          • #6
            Ôk. Ich sehe ein meine Antwort ist für Laien nicht ganz eindeutig. Stimmte ja den Ersten Deiner Arbeitsschritten zu, meinte halt nur die Trockenen Wand dann nicht zu verkleiden sondern nur zu verputzen!!!Also jetzt für "Architekten"... :-) Es ist richtig, der Grund für die Feuchtigkeit muss beseitigt werden. Meistens Feuchtigkeit aus dem Erdreich mangels vertikaler Abdichtung. Hier kann man mit einem bituminösen Anstrich und einer Dränage+Filterschicht viel erreichen. Ist nur das der Grund kann mit Bautrocknern Abhilfe geschaffen werden. Aber vor allem bei alten Häusern ist eine fehlende oder defekte horizontale Abdichtung schuld daran.(Wasser steigt durch die Kapilaren nach oben usw.) Hier kann man nun mittels Edelstahlblechen die mechanisch in die Wand getrieben werden oder mittels Bohrlochinjektion (cemisches Verfahren) oder auch mittels physilkalischer Verfahren Abhilfe schaffen. Natürlich meinte ich das mit chemischen Mitteln und nicht was anderes dubioses. Und Martin du als "Architekt" hättest das wissen müssen! Natürlich ging ich davon aus die irgendwann trockene Wand zu verputzen. Achso lieber Martin, das Thema Sanierputz hätte dir was sagen müssen... auch bei geringer Feuchtigkeit anwendbar (Für dumme: Grund der Feuchtigkeit abgestellt und Mauerwerk nur gering feucht) Aber das ist hier ja nicht der Fall.... Achso die horizontale Abdichtung nicht nur an der Sohle. sondern auch 30 cm über dem Erdreich überprüfen.
            Puh geschafft...

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            • #7
              Also ich glaube nicht, das Sie Martin ein Architekt sind. Eher ein kleiner rechthaberischer Mensch. Kein Architekt oder Arzt (Ehrenkodex) würde sagen ich bin ... also ist das so. Regressansprüche usw... Dann schon eher " cogito, ergo sum" Aber wollen wir das Problem mal nicht aus dem Auge verlieren. In allen Antworten ist etwas richtiges. Die Letzte von Karl-Heinz ist wohl am Genauesten, da auch am Längsten. Aber die örtlichkeiten kennen wir halt nicht und deshalb Fachmann vor Ort zitieren.

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              • #8
                Hallo die Dame und die Herren, Herr Martin bevor Sie anderen den Tipp geben genau nachzulesen was gefragt (siehe oben) ist, sollten Sie selber Ihren Rat befolgen.Hier handelt es sich um einen ALTE Kelleraussenwand--> jetzt Innenwand!!! Also sind Ihre Tipps nicht korrekt. Es kann natürlich mittels Trocknern ein Erfolg erzielt werden. Aber es ist auch davon auszugehen, dass die Feuchtigkeit von unten nach oben aufsteigt. ... Rest siehe K.-H.

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                • #9
                  Sehr geehrte Silvia, ja, Sie haben Recht, ich bin rechthaberisch (sagt zumindest meine Frau - ich sehe es etwas anders), mit "klein" liegen Sie ein wenig daneben (1,96m) und mit der Vermutung, daß ich kein Architekt sei, ebenso. Ich habe auch nicht gesagt, "weil ich Architekt bin, ist das so". Ich habe gesagt, ich als Architekt mache es seit langer Zeit so und so und das klappt. Und das hat nichts mit Ehrenkodex zu tun. Ich habe nur lachen müssen, daß man mir vorhält, ich hätte gerade das Wissen eines Hobbyheimwerkers. Anyway. - Liebe Ursula, ich habe Irmgarts Beitrag gelesen, und ich habe auch gelesen, daß es sich hier um eine jetzige Innenwamd handelt. Feuchtigkeit in Wänden und Böden ist aber immer ein Zeichen für einen bauphysikalischen Fehler. Ich habe auch gesagt, daß man konstruktiv den Grund der aufsteigenden Feuchtigkeit beseitigen muß. Alternativ (wenn man an den Grund nicht mehr herankommt) kann man auch das Aufsteigen von Feuchtigkeit bekämpfen (das Edelstahlblech-Verfahren, wie von Karl-Heinz beschrieben, ist ein übliches Verfahren, von den Bohrlochinjektionen halte ich nichts, da sie gesundheitlich entweder nicht einwandfrei sind, oder die Absperrung nur mangelhaft und zeitlich begrenzt funktioniert, auch hier hat Karl-Heinz recht). Und daß Sie erst die trockene Wand verputzen wollen, beruhigt mich, Karl-Heinz. Alles andere hatten wir hier zwar auch schon (inklusive dem Abdichten mit Beize und Fliesenkleber), taugt aber (verständlicherweise) nichts. (Hoffentlich ist dieser Beitrag nicht zu lang geworden, damit man mir nicht auch noch vorwirft, deswegen jetzt am meisten Recht haben zu wollen, liebe Silvia)

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