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Flachdach-Ausbau zu Wohnraum-/ u.Terrasse (über fremden Schlafzimmer)

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  • Flachdach-Ausbau zu Wohnraum-/ u.Terrasse (über fremden Schlafzimmer)

    Hallo Zusammen,
    über unserer Wohnung wurde der Dachboden ausgebaut und dabei auch ein Flachdachbereich einbezogen.
    Auf dem bisherigen mit Dachpappe belegten Flachdach wurde
    der vordere Teil bis zur Hälfte zum Innenraum ausgebaut, über die ganze Breite mit Schiebetür-Elementen versehen. Trittschall zu dem darunter liegenden Schlafzimmer ist quasi nicht vorhanden und wenn die Schiebür bewegt wird, ist das wie das Donner-Grollen bei Gewitter.Tritt man nun auch noch durch die Tür auf den zweiten Teil des Flachdachs, der zu einer Terrasse ausgebaut wurde, ist es im unteren Schlafzimmer gar nicht mehr auszuhalten. Es ist kein richtiger Schlaf möglich und die Gesundheit ziemlich angeschlagen, weil eben "fremdbestimmter" Schlaf! Terrassenaufbau: auf die Dachpappe wurde eine Lage Holzbalken verlegt, diese wieder mit Dachpappe bedeckt und darauf wurde dann Terrassenholzboden, verlegt. Mehr nicht! Nun habe ich flg. Fragen: 1. Wie sind eigentlich die Richtlinien für Trittschall bei einer Terrasse, wenn sie auf einem Wohn-/ Schlafraumraum neu entsteht, wie muss der Aufbau solch einer Konstruktion im Sinne des Trittschallschutzes geschehen und 2. Wie kann im unteren Schlafzimmer die Decke nach oben so verstärkt werden, dass ein wenig Trittschallschutz entsteht. Alles aufmachen - 1 m dicke Schicht einziehen - was auch immer, sind mittlerweile zu allem bereit.:-( (leider nicht zum ausziehen bereit, weil Eigentum!) Danke für jeden Tipp.

  • #2
    Zunächst einmal bleibt festzustellen, dass die Energieeinsparverordnung auch für Anbauten bestimmte Wärmedämmwerte vorschreibt. Insofern wird ein Anbau einem Neubau gleichgesetzt. Was Ihr da auf dem Flachdach über Eurem Schlafraum habt, ist keine ausreichende Wärmedämmung, es ist gar keine Wärmedämmung. Insofern kann der Hausbesitzer schon am Kragen gepackt werden. Eine ausreichend dicke Wärmedämmung wäre auch schon eine gute Trittschalldämmung. Alsdann riecht das Ganze nach einem Schwarzbau. Wahrscheinlich liegt keine Baugenehmigung, auch nicht im vereinfachten Verfahren (Bauanzeige). Das könnt Ihr beim Bauordnungsamt erfragen. Solch eine Konstruktion über bewohnten Räumen würde keine Bauaufsicht genehmigen. Die Bauaufsicht wird sich die Hände reiben und einen Strafbefehl loslassen. Richtwerte für ein bestimmte Maß bei der Übertragung von Trittschall gibt es m. E. nicht; hier genügt auch die Feststellung, was zumutbar ist. Dieses ist nicht zumutbar, also kann eine Mietminderung verlangt werden - abgesehen vom "Rückbau" dieser nachträglichen
    Konstruktion. Eine Trittschalldämmung von unten, also unter der Decke, ist nie zufriedenstellend möglich, da sich der Schall auch über die Wände verbreitet. Mein Rat: Sofort zu einem auf Bau- und Mietrecht spezialisierten Anwalt gehen. Wie ich das sehe, geht Ihr kein Risiko ein.

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