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Sanierungsmaßnahmen an einem Haus, Baujahr 1893

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  • Sanierungsmaßnahmen an einem Haus, Baujahr 1893

    Unser Haus ist zu 90 Prozent nicht unterkellert. Die Gründung wurde mittels Granitsteinen vorgenommen, darauf wurden Ziegelsteine gesetzt. Zwischen den Granitsteinen und der Ziegelmauer wurde eine Horizontalsperre mit Dachpappe eingebracht. Diese ist allerdings nicht mehr hunderprozentig dicht, so dass wir stellenweise Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit haben.
    Der "Keller" ist ein ca. 1,20 Meter tief (unter der Erdoberfläche ausgeschachteter Raum, hierbei wurde auch ein Teil der Grundmauer, bestehend aus Granitsteinen freigelegt).Muss der Kellerraum bis zur Grundmauer aufgeschüttet werden? Über der Grundmauer sind die Ziegel trocken. Als wir außen an der Hausmauer zur Probe ein Loch gegraben hatten, kam nach ca. 60 cm der Wasserspiegel. Ob es sich hierbei um Grundwasser oder Schichtenwasser handelt, ist bislang nicht geklärt.Eine Drainage existiert nicht. Der Fußboden des "Kellerraumes" ist mit Gefälle gefließt und hat am tiefsten Punkt ein kleines Senkloch von wo aus das ständig durch die Wände eindringende Wasser nach außen gepumpt wird.
    Die Granitgründungsmauer steht auf jeden Fall rundherum im Wasser. Nun stellen sich für uns folgende Fragen:

    1. Ist eine Drainage in jedem Fall sinnvoll, auch wenn der Grundwasserspiegel bei ca. 60 cm liegt? und wenn ja, wie müsste diese korrekt aufgebaut werden?
    Muss das Flies um das Drainagerohr oder um die Drainage-Schüttung (Split) gelegt werden, damit keine Erde eindringen kann ? Das Splitbett wollen wir ca. 30cm breit und an der Oberfläche mit Marmorkies gestalten.

    3. Nützt es überhaupt etwas, wenn ich die Gründungsmauer von außen abdichte, weil das Wasser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch von der Innenseite ansteht? Oder kommt als einzige sinnvolle Variante nur die Horizontalabdichtung mittels Mauersägeverfahren in Frage?

    4. Als Nebengebäude existiert ein am Hang stehender Schuppen, die Gründung ist 60cm tief und besteht aus Granitsteinen auch hier wollen wir eine Drainage herstellen. Müssen die Granitsteine mit einer Vorsatzmauer versehen werden oder reicht es, wenn mann diese mit Vorsatz-Beton begradigt und einen Bitumenanstrich mit einer Noppenbahn anbringt + Kiesbett etc.? Desweiteren exisiert an der Unterseite des Schuppens (am Fuße des Hanges) direkt an die Schuppenmauer anschließend ein Brunnen (mit Betonringen). Muß die Drainage da herum geführt werden oder unterbrochen bzw. wie kann man dieses Problem lösen?

  • #2
    Auch wenn ich Architekt und Statiker bin und solche Sanierungsfälle laufend sehe und betreue, kann ich Ihnen nicht zu allen Ihren Fragen eine verbindliche und passende Antwort geben. Alleine deswegen, weil viele Dinge erst bauseits (also vor Ort) betrachtet werden müssen, bevor man eine passende Sanierung festlegen kann. Aus diesem GRund bitte ich Sie, mir zu verzeihen, wenn ich auf Ihre Fragen teils nur allgemeine ANtworten geben kann. Auch werden Sie verstehen, daß ich keine Garantie für irgendetwas übernehmen kann, da mir einfach der Augenschein fehlt (ich habe ja nur Ihre Beschreibung), um manche Sachen richtig einschätzen zu können. Bitte holen Sie den Rat eines Kollegen ein, der sich die Angelegenheit auch vor Ort anschauen kann. Er mag etwas kosten, ist aber sicher billiger als ein "verpfuschtes" Haus. Zu Ihren Fragen: Sie sollten klären, woher das Wasser in 60 cm Tiefe kommt. Wenn es sich um Grundwasser handelt können Sie nur eine Horizontalsperre (Sägen und Edelstahlbleche eintreiben) oberhalb des Wasserspiegels gegen aufsteigendes Wasser in der Wand herstellen. Sollte es sich allerdings um Schichtenwasser handeln, dann hättens Sie ggf eine Chance, das anstehende Wasser mittels einer Drainage (Vlies immer um das Kiespaket!) abzuführen. Eine Drainage hat aber auch imnmer den umgekehrten Effekt (das Wasser kann auch ZUM Haus geführt werden). Aus diesem Grund muß eine sichere Ableitungung gewährleistet werden, sonst vergessen Sie lieber die Drainage. Wenn es sich um Schichtenwasser handelt, könnten Sie auch mit einer Vorsatzwand (gegen die Fließrichtung) eine Entlastung erfahren (bei Grundwasser verständlicherweise nicht). Den Kellerraum können Sie natürlich vergessen, solange dort Wasser eindringt. Am Besten wird das Eindringen verhindert (VOrsatzwand, Bitumenanstrich etc, siehe oben). Richtig wäre eine geschlossene wasserdichte Betonwanne (ist aber aussichtslos, weil Sie unter das bestehende Gebäude nicht kommen). Ob das Wasser auch an der Innenseite der Mauer ansteht (was nicht sein muß!), sollte untersucht werden. Den Brunnen habe ich nicht verstanden. Handelt es sich um einen bewirtschafteten Gartenbrunnen, eine privaten Trinkwasserbrunnen, oder einfach nur um ein "Loch im Boden"?

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