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Rücktritt von Auftrag ???

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  • Rücktritt von Auftrag ???

    Kann ich einen bereits schriftlich(per Fax) erteilten Auftrag stornieren, wenn der Anbieter am darauf folgenden Tag das Angebot nach oben korrigiert?
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    Im konkreten Fall geht es um das Angebot eines Dachdeckers für Gaube und Dachterrasse (1.Angebot über 13.072,04 € incl. MwSt.), Änderung dann 15.763,82 €.
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    Angeblich hat die Sekretärin vergessen, den Terrassenbelag (Holz) einzurechen.
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    Da mir dieser Aufpreis zu hoch ist, bat ich den Dachdecker, diese Position aus dem Auftrag zu nehmen, woraufhin er vor Zeugen (mein Vater war bei dem Gespräch anwesend) mitteilte, dann würde er den Auftrag nicht ausführen.
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    Muss ich den Auftrag zu dem höheren Preis durchführen lassen?
    Wie komme ich da am besten raus?
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    Die Angebote können gerne per Mail oder Fax geschickt werden.
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    Vielen Dank

  • #2
    Rechtsberatungen sind Laien nicht erlaubt. Also nehmen Sie bitte meinen Beitrag als eine allgemeine "Einschätzung", quasi meine private Meinung: Man hat um ein Angebot gebeten. Dieses Angebot (Summe = 10.000 Euro brutto) hat man schriftlich als "verbindliches Angebot" bekommen. Zu dieser (Pauschal-)Summe wurde der Auftrag schriftlich vergeben. Der Handwerker hat danach aber gesagt: "Sorry, war ein Fehler drin, kann ich nicht zu dem Preis machen". Und überreichte ein anderes (also 2.) Angebot (20.000 Euro brutto). Dieser Auftrag wurde nicht erteilt. Die Bitte, den ersten Auftrag auszuführen, ohne die vergessenen Positionen, erteilt der Handwerker eine Absage (kann/darf/möchte er nicht machen). Dann hat man also ein Angebot bekommen und dazu den Auftrag erteilt (zu 10.000 Euro), der nicht gemacht wird und ein Angebot bekommen (20.000 Euro) für den man keinen Auftrag erteilt hat. Die Frage sollte also sein: kann man den Handwerker auf den niedrigeren Preis festnageln (wenn sein Angebot "verbindlich" ist und er sich kein Hintertürchen gelassen hat, zum Beispiel durch "unverbindliches Angebot" oder "Irrtum vorbehalten"). Ich persönlich sehe keine Probleme, den "alten" Auftrag zu stornieren (zumal der Handwerker ja auch schon sagte, dann werde er eher den Auftrag nicht ausführen, als nur teilweise). Sprechen Sie also nochmal mit dem Handwerker, und wenn sich Probleme anzeigen, erwähnen Sie, daß Sie bereit sind, die Handwerkskammer einzuschalten. Weitere Druckmittel (wenn sie denn wirklich nötig sind): Sie wollen die Presse einschalten, Sie werden die Verbraucherberatung einschalten, Sie werden die Schiedsstelle der Handwerkskammer anrufen, Sie weren Ihren Rechtsanwalt mit der Angelegenheit betrauen etc... Alles Gute! *Alles keine Rechtsberatung!*

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    • #3
      Zuerst muss ich martin wegen der Rechtsberatung unter Laien zustimmen. Also alles nur private Meinung! Mit dem ersten Angebot und deinem Auftrag war der Vertrag perfekt. Jetzt hat der Chef den Vertrag angefochten, wegen eines angeblichen Irrtums und hat auch gesagt, das er unter diesen Bedingungen nicht arbeitet. Also ist der Vertrag hinfällig geworden. Wenn wegen dieses Fehlers die Arbeiten jetzt teurer werden könnte er theoretisch sogar schadensersatzpflichtig sein. Wenn Du ihm das zusammen mit der Handwerkskammer unter die Nase reibst, wird er schnell ruhig. Der Fehler der Sekretärin geht nicht auf Dein Konto. Das zweite Angebot kann so auch nur Grundlage eines zweiten Vertrages sein. Wenn Du den nicht angenommen hast oder die Handwerker angefangen haben und du das Angebot stillschweigend hingenommen hast, brauchst Du dir keine Sorgen machen. Bei weiteren Problemen (falls IHK auch nicht hilft), einfach Anwalt nehmen, da reicht meistens ein Brief an den Anwalt des Dachdeckers ohne das man zu Gericht muss.

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